Serverschrank oder günstiges Rack?

Dieses Thema im Forum "Internet und Netzwerk" wurde erstellt von Malchen, 21 September 2017.

  1. Malchen

    Malchen
    Expand Collapse
    New Member

    Registriert seit:
    7 August 2017
    Beiträge:
    20
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen!

    Ich will mir zuhause ein vernünftiges Servernetzwerk aufbauen und lese mich gerade ein. Ich muss nämlich ohnehin auf mein Weihnachtsgeld warten, bis ich genug Geld habe um mir das nötige Spielzeug selbst zu kaufen. Ich nehme nämlich nicht an, dass meine Oma viel mit den Komponenten anfangen kann. Sie würde mir vermutlich aus lauter Verzweiflung einen Saturn-Gutschein schicken.

    Meine Frage ist nun: Sollte ich lieber auf einen Serverschrank sparen oder mich mit günstigeren Racks begnügen?
     
  2. frankenfurter

    frankenfurter
    Expand Collapse
    New Member

    Registriert seit:
    7 August 2017
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Hallöchen,
    du sprichst hier doch von einem System, oder? Das heißt, du startest praktisch bei 0, richtig?

    Das ist eigentlich der Traum eines jeden Netzwerktechnikers, weil du mit einem entsprechenden Budget ein vollkommen stimmiges Projekt umsetzen kannst. Normalerweise hat man das „Problem“, dass viele Komponenten schon vorhanden sind. Nun muss sich entweder dazu entscheiden:
    • alles drumherum aufzubauen und anzupassen
    • Ressourcen zu verschwenden, indem man nicht auf die Komponenten zurückgreift
    Nimm die also die Zeit und puzzle dir ein Konzept zusammen, das weniger an Frankenstein und mehr an ein Mosaik erinnert.
    Denn ob Rack oder Schrank hängt vom System ab.
     
  3. Jomann

    Jomann
    Expand Collapse
    New Member

    Registriert seit:
    7 August 2017
    Beiträge:
    14
    Zustimmungen:
    0
    Hey,

    auf jeden Fall solltest du deine Entscheidung nicht vom Preis abhängig machen. Klar, das kann man leicht sagen, wenn Geld keine Rolle spielt, aber günstiger ist auf lange Sicht oft deutlich teurer. Das lernt man mit den Jahren sehr schmerzhaft.

    Du musst primär auf Vorteile und Nachteile achten.
    Serverracks haben den Vorteil, dass du sehr viel leichter herumbasteln kannst, da man von allen Seiten an die Geräte herankommt. Außerdem muss man sich um Überhitzung nur selten Sorgen machen. Und mit vielen Racks ist man sogar mobil und muss sie am Zielort nur noch neu verkabeln. Serverschränke bieten allerdings Schutz vor physischen Angriffen, Eingriffen, Schmutz und sehen ordentlicher aus.

    Du musst also anhand deiner Umstände entscheiden, was mehr Sinn macht.
     
  4. Malchen

    Malchen
    Expand Collapse
    New Member

    Registriert seit:
    7 August 2017
    Beiträge:
    20
    Zustimmungen:
    0
    Der Tatort wäre die ersten Jahre wohl unser Nebenraum, der hauptsächlich als „Staubsaugerraum“ bekannt ist, weil dort nur besagtes Gerät steht und die Notfallkonservendosen für überraschende Feiertage, wenn die Supermärkte mal wieder geschlossen sind.
    Dort ist viel Platz in die Höhe, leider wenig in die Breite.

    Einerseits komme ich dort nur an die Vorderseite, andererseits wäre ein Rack praktisch, weil es geschützter ist. Jetzt bin ich noch unschlüssig, ob der Schutz notwendig ist. Was meint ihr dazu? Wo fangen die Gefahren an?
     
  5. frankenfurter

    frankenfurter
    Expand Collapse
    New Member

    Registriert seit:
    7 August 2017
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Wenn du wenig in der Breite hast, kann es sein, dass ohnehin nur Racks infrage kommen. Der Schutz vor Ungeziefer und Schmutz wäre dann allerdings schwierig. Eine häufigere Reinigung wäre dann ein Muss. Außerdem gäbe es bei Schränken noch den Schutz vor fremden Zugriff, den du in diesem Raum aber vermutlich eher weniger befürchtest. Auch zwecks Belüftung wäre ein Rack smarter, wohingegen die Geräusche dann ungedämpft herumbrummen. Aber ich weiß nicht, wie sehr euch das dort stört.

    Die Größen der Racksysteme und Vorteile findest du auf dieser Seite. Vielleicht kann dir das bei der Entscheidungsfindung noch ein wenig helfen. Ich würde mich an deiner Stelle mit Fachliteratur beschäftigen oder Blogs zum Thema lesen, ehe du Fehlkäufe tätigst.
     
  6. RO_SCH

    RO_SCH
    Expand Collapse
    Moderator

    Registriert seit:
    27 August 2006
    Beiträge:
    2.502
    Zustimmungen:
    15
    Hallöchen,

    ich glaube fast, ihr habt da alle ein paar falsche Vorstellungen. Ein Home Server muss heute nicht viel kosten ... die meisten Server-Gehäuse (ab 129,- €) könnte man sich sogar ins Wohnzimmer stellen.
    Theoretisch reicht eigentlich schon ein ganz normaler PC mit 2 Duplex GBit LAN-Anschlüssen - kann man auch über eine Steckkarte nachrüsten.
    Aber ein Server-Gehäuse ist da sicher die bessere Wahl - die gibt es heute auch schon im Mini-ITX Faktor. Es sollte aber schon 4 x 3,5" Einschübe haben - 3 für ein Raid 5 und eventuell einen für ein unabhängiges NAS.

    Geld kannst du sparen, wenn du keinen Headless-Server brauchst, den du über das Netzwerk administrierst, und eine Tastatur und Bildschirm an deinen Server anschließt, denn dann sparst du dir ein (extrem-)teueres
    Server-Board und nimmst ein ganz einfaches Einsteiger-Mainboard - Onboard-Grafik reicht dafür absolut aus. Auch der Prozessor muss nichts Weltbewegendes sein ... bereits ein Celeron oder ein Pentium mit 4 Kernen
    reicht da schon aus.
    Aufpassen sollte man nur bei der Kühlung - ein 24/7 Server sollte schon über eine Flüssigkeitskühlung gekühlt werden ... da sollte man dann aber auf gar keinen Fall sparen !!! Radiatorgröße 2x120mm - minimum.

    Einzige Einschränkung beim Mainboard: einen Onboard-Raid-Controller mit mindestens 4+1 SATA -Steckplätzen sollte es haben und ein Raid5 unterstützen.
    Herkömmliche Festplatten reichen absolut aus. Ich empfehle da für einen Home Server immer gerne etwas kleinere WD-Platten z.B. die Serie 'Green 6GB' mit 2 TB.
    Die sind zwar schon etwas länger auf dem Markt, dafür aber leise, verdammt schnell (für 3,5" Platten), verbrauchen nicht viel Strom und kosten nicht die Welt.
    Aber da steckt eigentlich nur der Platzbedarf und das eigene Budget den oberen Rahmen.
    Ein kleiner Tipp ... lass die Finger von SSDs ... sind zwar schnell, halten aber nicht lang und kosten noch immer viel zu viel.

    Das einzige, was deinen Server von einem Desktop oder einer Workstation unterscheidet, ist das OS ... da brauchst du ein Server-OS.
    Da bekommst du bei Microsoft für unter 50,- € das schon etwas angegraute Windows Home Server (Basis ist hier Win 8.1) oder du greifst zu einem Linux System wie openSUSE oder Ubuntu.
    Ist natürlich Geschmackssache ... einerseits muss ich bei Linux mit der Bash arbeiten ... dafür kostet es nichts - außer Zeit, um sich einzuarbeiten.
    Windows Server kann man als Anfänger zu Beginn größtenteils über die grafische Oberfläche bedienen.
    Natürlich steht auch hier mit der PowerShell eine Art Bash zur Verfügung, ist aber ebenfalls nur für Profis und erfahrene Administratoren zu empfehlen.

    Kannst dich aber gerne selbst schlau machen, was es da heute so am Markt gibt ... wie gesagt ... alles Geschmackssache und den oberen Rahmen, bildet nur der Himmel ... oder das Budget.
    VG Sabina
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen